Foto Schilfimpression Goldern Unterschefflenz Foto:F.Laier

Schöne Natur

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80 neue Obstbäume im Schefflenztal

An den letzten Wochenenden waren Mitglieder des NABU Seckach- und Schefflenztal wieder mit zahlreichen Pflanz- und Pflegemaßnahmen für die Erhaltung einer intakten Landschaft aktiv. Die herbstliche Pflege verschiedener NABU-Gebiete stand ebenso an, wie umfangreiche Pflanzarbeiten.

Beim Pflegen war vorrangig das auslichten und verjüngen von Hecken und Feldgehölzen sowie mähen und abräumen des Mähgutes in Feucht- und Magerbiotopen z.B. am Hohen Kreuz in Großeicholzheim, der Heffeles-Grube in Mittelschefflenz, dem Feuchtgebiet "Alter Sportplatz" in Kleineicholzheim und anderen wertvollen Biotopflächen.

Am vergangenen Samstag wurde die heimatliche Landschaft im Schefflenz- und Seckachtal um ca. 80 Hochstamm-Obstbäume bereichert. Alleine 35 Apfel-, Birnen-, Kirsch-, Walnuß- und Mirabellenbäume mit wohlklingenden Namen wie Mauzenapfel, Kaiser Wilhelm, Schöner aus Nordhausen, Glockenapfel usw. bilden eine neue Baumreihe am Gemeindeverbindungsweg von Großeicholzheim nach Bödigheim. Hier auf dem Gelände des Faustenhofes wurden die bestehenden Baumreihen ergänzt und dadurch verjüngt. Der Pächter der Flächen und Initiator der Pflanzaktion Dr. Hans Zollmann von der Stutenfarm Mülben war überrascht von der Professionalität und Geschwindigkeit mit der die NABU-Mitglieder zur Tat schritten. Er bedankte sich für die seit Jahren sehr gute Zusammenarbeit beim Vorsitzenden der Gruppe Christian Thumfart und den aktiven Helfern.

NABU Aktive beim Pfalnzeinsatz

Thumfart ging vor Ort noch auf das Engagement der Gruppe im Bereich des Faustenhofes ein. Bereits vor beinahe 20 Jahren wurde durch eine wissenschaftliche Arbeit des NABU erreicht, dass das Seckachtal hier zum Naturschutzgebiet erklärt wurde. Im europäischen Naturschutzjahr 1995 wurden die ersten, groß angelegten Pflanzungen als Hecken und Obstbaumreihen eingebracht. Seither finden immer wieder Aktionen der Gruppe auf dem Faustenhof sowie dem nahegelegenen Glashof statt. Hier ist es ein besonderes Anliegen, so Thumfart, die alten Obstbaumalleen zu den Gehöften zu erhalten und durch Nachpflanzungen langfristig zu sichern. Insgesamt wurden schon viele Dutzend Obstbäume und hunderte Gehölze von der Gruppe gepflanzt, aber auch Feuchtgebiete und kleine Feldgehölze angelegt. Die Kosten werden teilweise gedeckt durch Einnahmen aus Ausgleichsmaßnahmen, Landschaftspflegemitteln und anderen Förderprogrammen.

Thumfart stellte abschließend fest, dass die Naturausstattung unserer Heimat ohne die Aktivitäten des NABU bedeutend geringer wäre und viele naturnahe Landschaftsstrukturen des heutigen Landschaftsbildes diesen Aktivitäten zu verdanken sind. Er gab seiner Hoffnung Ausdruck, dass weitere Landwirte und Grundstückseigentümer den guten Beispielen folgen.